mo.
mo.
more art :: more soul
mo.color
by matthias olbrisch
ma.ler
Matthias Olbrisch malt keine gefälligen Bilder. Seine Figuren taumeln, schweben, zerfließen oder grinsen einen an, als wüssten sie etwas, das man selbst noch nicht verstanden hat. Zwischen groteskem Humor, Melancholie und einer fast kindlichen Lust am Übertreiben entstehen Bildwelten, die gleichzeitig verstören und faszinieren. Menschen wachsen aus Menschen heraus, Tiere wirken wie misslungene Experimente der Evolution und irgendwo zwischen all dem taucht plötzlich etwas sehr Vertrautes auf: Angst, Sehnsucht, Einsamkeit oder pure Lebensfreude.
Seine Malerei erklärt nichts, sie zieht einen hinein.
Der Kölner Künstler arbeitet intuitiv, kompromisslos und mit einer auffallenden Freude an Farbe, Form und Absurdität. Was zunächst surreal erscheint, erzählt oft überraschend ehrlich vom echten Leben: von Beziehungen, Begierden, Machtspielen, Verletzlichkeit und dem täglichen kleinen Wahnsinn. Olbrisch interessiert sich nicht für perfekte Wirklichkeit, sondern für das, was darunter liegt. Seine Bilder wirken manchmal wie Träume nach zu viel Rotwein, manchmal wie satirische Kommentare auf die Welt und manchmal einfach wie eine liebevolle Provokation. Gerade darin liegt ihre Eigenständigkeit.
Vielleicht muss man seine Arbeiten auch gar nicht vollständig verstehen. Sie funktionieren wie Musik: mal laut, mal schräg, mal zärtlich, mal völlig überdreht. Manche Betrachter lachen, andere fühlen sich ertappt, wieder andere entdecken bei jedem Blick neue Figuren, Geschichten und Details. Matthias Olbrisch malt keine dekorativen Antworten für weiße Wände. Er malt Bilder mit Ecken, Abgründen, Witz und Haltung.
Bilder, die bleiben, weil sie sich nicht benehmen wollen.
pro.jekt
Hinter mo.color steckt nicht nur die Malerei von Matthias Olbrisch, sondern auch ein Projekt, das mir ganz besonders am Herzen liegt.
Matthias Olbrisch ist mein Vater und ich bin mit seinen Bildern aufgewachsen. Mit Figuren, Farben und Bildwelten, die mich schon als Kind fasziniert haben. Auch heute hängen einige seiner Werke in meinen Wohnräumen und ich schätze sie sehr.
Begonnen hat alles mit dem Wunsch meines fünfjährigen Ichs an meinen Vater, mir ein Pferd zu malen. Es wurde dann eher ein gelbes, urzeitliches Nilpferd vor phantasievollem Hintergrund. Ich habe es geliebt. Bei meinem Vater weckte dieser Anstoß die Leidenschaft sein Inneres auf Papier und Leinwand zu bannen.
Nun habe ich das Projekt mo.color ins Leben gerufen, um seiner Kunst die Sichtbarkeit zu verleihen, die sie in meinen Augen schon lange verdient.
Ich kümmere mich um die Website, die digitale Präsentation, die Social-Media-Präsenz und arbeite dabei eng mit meinem Vater zusammen. Ich bin erste Ansprechpartnerin für Ausstellungen, Anfragen und den Verkauf der Werke. Natürlich wird es auch immer möglich sein, in Kontakt mit meinem Vater zu treten.
Wir freuen uns über Nachrichten, Austausch und Anfragen aller Art.
Nora Niefind